«Meine Hündin ist 6½ Jahre alt. Kann ich trotz ihres Alters noch mit der Mantrailing-Ausbildung beginnen?»

Es gibt nach oben hin keine allgemein gültige Alterbeschränkung. Solange ein Hund über eine gute allgemeine körperliche Kondition verfügt und keine offensichtlichen Gebrechen an den Tag legt, kann die Ausbildung mit ihm in Angriff genommen werden. Mantrailing ist Nasen-Kopf-Arbeit und stellt weniger Anforderungen an die Schnelligkeit als an die allgemeine Fitness des Tieres. Auch nach unten ist die Altersbeschränkung fliessend, primär abhängig von der Grundausbildung, Rasse und Typ des Hundes. Als ideales Mindestalter hat sich jedoch ein Alter von ca. 9 Monaten herauskristallisiert.

«Sind Hündinnen besser geeignet zum Trailen als Rüden?»

Nein, grundsätzlich ist der Erfolg beim Mantrailing geschlechtsunabhängig. Es lässt sich jedoch nicht bestreiten, dass Rüden sich leichter durch die Markierungen anderer Hunde ablenken lassen und entsprechend selber häufiger markieren. Ausserdem neigen unkastrierte Rüden zu einem übersteigerten Dominanzverhalten, welches beim Auffinden der vermissten, respektive versteckten Person schnell in aggressives Auftreten ausarten kann. Mit einer guten Grundausbildung und zielgerichtetem Training lassen sich diese Probleme in den meisten Fällen in den Griff bekommen. Man muss jedoch ergänzend festhalten, dass es – wie bei uns Menschen – auch Hündinnen gibt, welche eine starke Dominanz ans Tageslicht legen und in Sachen markieren den Rüden in nichts nachstehen.

«Mein Rüde ist sehr schreckhaft und getraut sich kaum an grösseren Menschenansammlungen vorbei. Ist Mantrailing trotzdem geeignet für ihn?»

Mit fortschreitender Ausbildung führen Trails oft durch mehr oder weniger stark frequentierte Städte und Dörfer, durch Wohngebiete und sogar in Einkaufszentren. Die Konfrontation des trailenden Hundes mit Menschen, öffentlichem und privatem Verkehr lässt sich ebenso wenig vermeiden wie das Zusammentreffen mit anderen Hunden, Katzen und vielen weiteren Ablenkungen. Es ist ein Teilziel der Mantrailing-Ausbildung, den Hund soweit zu konditionieren, dass er während der Arbeit seine Ängste vergisst und sich voll auf die Fährte konzentriert. Gelingt dies – wie in den meisten Fällen –, wird der Hund auch im alltäglichen Umgang viele seiner Ängste verlieren. Mantrailing ist eine gute «Therapie» für schreckhafte, unsichere Hunde.

«Ich bin beruflich sehr stark engagiert und weiss nicht, ob ich regelmässig trainieren kann. Lohnt es sich für mich überhaubt, mit Mantrailing zu beginnen?»

Regelmässiges Training ist beim Mantrailing sehr wichtig und für ein Weiterkommen unverzichtbar. Bei Mantrailing Schweiz bieten wir deshalb an mehreren Tagen Trainingsgruppen sowohl morgens, nachmittags wie auch abends an. Allerdings können wir aus Gründen der Kontinuität die Trainingsgruppen nur im Abonnement (Jahres-, Halbjahres-, Viertesjahres-Abonnement) anbieten. Bestimmt finden auch Sie unter dem grossen Angebot an Trainingsgruppen einen Termin, der für Sie stimmt.

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